„Ich wusste jeden Morgen, wogegen ich war“

Der Theaterregisseur Wolfgang Engel inszeniert am Dresdner Staatsschauspiel eine Bühnenfassung von Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“. Im Interview (für die Freie Presse Chemnitz) spricht er über die Endzeit der DDR, das Dresden der 1980er-Jahre und seine Theaterarbeit damals: „Trotzdem war es auch immer eine Gratwanderung: Auszuloten, was geht, aber es nicht zu überreizen, damit eine Inszenierung nicht verboten wird. Das heißt, es stand immer die Frage: Verhältst du dich noch taktisch, oder bist du schon ein Opportunist?

Ein etwas älteres Porträt Wolfgang Engels, erschienen im November 2006 im Kreuzer – Das Leipziger Stadtmagazin, finden Sie hier.

Viel Ideologie und wenig Platz für Trauer

Der Publizist Matthias Neutzner spricht im Interview (für die Freie Presse Chemnitz) über das Geschichtssymbol Dresden, rechte Aufmärsche und das schwierige Gedenken an die Zerstörung der Stadt.

„Ob die Vertreibung oder die Kriegsgefangenschaft – alle anderen Opfererzählungen der Deutschen sind kaum an einen bestimmten Ort gebunden. Beim Bombenkrieg ist das anders. Hier konzentriert sich alles auf den einen symbolischen Ort – Dresden. Deshalb versucht die Rechte, Dresden als Symbolort deutschen Leids insgesamt zu instrumentalisieren.“

Kopfhörer gegen das Vergessen

Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wurde gestern des Massenmords an den europäischen Juden im Nationalsozialismus gedacht. In Dresden erzählt ein Audioguide von ihrer schrittweisen Entrechtung, von Ausgrenzung, Ausplünderung und Deportation in der Stadt.

Hier finden Sie meinen Beitrag für die Freie Presse Chemnitz und hier zum Download die mp3-Dateien und einen Stadtplan.

Von Pankow bis zum Runden Tisch

„Es war nicht alles schlecht“ oder SED-Unrechtsstaat? Wann immer im Gedenkjahr 2009 die DDR erinnert wurde, konnte man den Eindruck gewinnen, es habe verschiedene Länder dieses Namens gegeben. Der Essayband „Erinnerungsorte der DDR“, herausgegeben von dem Historiker Martin Sabrow, beschreibt wichtige Kristallisationspunkte der Erinnerung an den überwundenen Staat und ihre widersprüchlichen, sich wandelnden Bedeutungen.

Lesen Sie hier die Rezension für den Berliner Tagesspiegel.